Die Top 15 der beliebtesten Brotsorten in Deutschland

Deutschland liebt Brot und Bier! Von beidem erhält man unglaublich viele Kreationen, an Brotsorten gibt es unglaubliche 300 Varianten, welche auf dem Markt herrschen. Der einst in Hungersnot ironisch gemeinte Spruch: „In der Not, isst man Wurst auch ohne Brot!“ ist passé. Bei dieser Auswahl an vielen schmackhaften Varianten des Brotes braucht man oft gar keine Wurst, – etwas Butter und Salz würden genügen, um einen Hochgenuss zu erfahren.

Die Beliebtheit der verschiedenen Brotsorten in Deutschland hat ein gewisses „Gefälle“. Während kleine Kinder, ältere Menschen und viele Männer eher auf das weiche Weisbrot stehen, so wechselt der Geschmack im Laufe der Jahre zum eher “herzhaft, gesünderen Vollkornbrot”. Frauen lieben generell alles, was körnig und kräftig schmeckt, viel lieber. Wenn sich ältere Menschen für weicheres Brot entscheiden, liegt es oft an den dritten Zähnen, ähnlich wie bei Kleinkindern, die noch keine haben und Mama oft auch die harte Kruste abschneiden darf. Kinder mit Zahnspangenbrakets bevorzugen auch eher weiches Brot, das schmerzt beim Kauen nicht so, wenn der Draht wiedermal erneuert wurde.

Tendenziell werden zum Frühstück eher Toastbrote bevorzugt, als auch Weismehlbrötchen. Vielleicht ist man am Morgen einfach noch zu Müde zum Kauen. Zum späteren Brunch darf es dann etwas deftiger sein, denn zu einem Bacon und Rührei gehört auch ein sattes Vollkornbrot. Knäckebrot hingegen wird eher zum Abendbrot bevorzugt, da es recht kalorienarm ist.

Was dem Franzosen sein Baguette ist, ist dem Italiener sein Ciabatta, wir Deutschen lieben beides. Der Amerikaner liebt sein Sandwichbrot, welches nicht einmal einen Toaster kennenlernen darf, bestreicht es mit Erdnussbutter und Marmelade und findet diesen „Speckpolsterer“ toll. Mancher Deutsche mag das Sandwich lieber mit Schinken, Käse, einem Salatblatt und Remoulade, greif dabei allerdings lieber zum Vollkorntoast. Wir Deutschen genießen das Weismehl aus Erfahrung eher mäßig, weil wir wissen, dass es im Grunde nicht gesund ist. Vielleicht haben wir deshalb so viele „gesunde“ Brotsorten erfunden. Kein Land verfügt über derart viele Brot-Varianten wie wir.

Der Bayer mag sein Schwarzbrot und die Brezel, der Norddeutsche sein Pumpernickel und der Schwabe sein Knäcke, auch wenn dieses angeblich in Schweden erfunden wurde. Beim Zwieback weiß man aber nicht, ob es die Italienern, die Griechen oder doch der Herr Brandt erfunden hat.

Vollautomatische Brotbackautomaten ermöglichen es, sein Brot über Nacht selbst zuzubereiten, um so am frühen Morgen ein duftendes, warmes, frisches Brot genießen zu können. Backmischungen gibt es in jedem Supermarkt und für Eigenkreationen gibt es genügend Anregungen im Internet.

Die „ungesunden“ Weismehlbrotprodukte stehen deshalb an der vorderen Stelle, weil wir das statistische Gleichgewicht der einzelnen Gruppierungen (Babys, Kleinkinder, Jugendliche, Erwachsene, Allergiker und ältere Menschen) berücksichtigen müssen. („Ich kann/darf kein hartes/Vollkorn- Brot essen!“) Zumindest gedanklich, steht der Deutsche eher auf die vollwertigeren Produkte.

Die Top 15 der beliebtesten Brotsorten in Deutschland sind:

  1. Toastbrot
  2. Baguette (der französischen Tradition entnommen)
  3. Roggenmischbrot
  4. Weizenmischbrot
  5. Vollkornbrot (Leinsamen, Sesam)
  6. Ciabatta (mit Olivenöl, daher sehr knusprig)
  7. Knäckebrot (wer hat´s erfunden?)
  8. Krustenbrot / Schwarzbrot
  9. Laugengebäck / Bretzel
  10. Sonnenblumenbrot
  11. 4-Korn-Brot (Schrot, Dinkel, Leinsamen, Hafer)
  12. Pumpernickel (sehr lange haltbar)
  13. Malzbrot
  14. Zwieback (Schonkost geeignet)
  15. Weizenbrot / Weisbrot (Sandwichbrote, Hamburgerbrote)

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