Die 15 häufigsten Unfallquellen für Alzheimerpatienten

Alzheimerpatienten sind durch Abnahme ihrer geistigen und körperlichen Fähigkeiten erhöht unfallgefährdet. Möchten Sie dem zu betreuenden Menschen ein weitgehend normales Leben ohne zu große Einschränkungen ermöglichen, gilt es Unfallgefahren im Voraus zu erkennen und zu beseitigen. Bei der Alzheimerpflege zu Hause ist einiges zu beachten um Unfallrisiken zu minimieren.Große Gefahr geht von Gas- oder Elektroherden aus, da der Kranke oft vergisst ein zugestelltes Essen auch wieder vom Herd zu nehmen. Glühende Herdplatten und angebranntes Essen können durch automatische Absperrventile oder durch eine Herdüberwachung umgangen werden.

Treppen und Fußböden sollten durch rutschfeste Beläge gesichert werden. Hilfreich sind auch rutschfeste Materialien auf jeder Stufe, sowie Kennzeichnung der einzelnen Stufen mit Hilfe von reflektierenden Klebestreifen.

Die Verletzungsgefahr durch Stoßen am Mobiliar kann reduziert werden, indem Sie bewegliches Mobiliar entfernen, scharfe Kanten oder Ecken abrunden und auch in der Nacht ein Licht brennen lassen, um die Orientierung zu erleichtern.

Im Bad ist die Rutschgefahr besonders groß, daher sollten rutschfeste Belege verwendet werden. Außerdem müssen im Bereich der Toilette, Dusche oder Badewanne feste Haltegriffe angebracht werden.

Lose Kabel sind ein Risikofaktor, da Alzheimerpatienten hier zu Sturz kommen können. Diese sollten in Kabelschienen verlaufen, die fest an die Wand montiert sind.

Ist die zu betreuende Person Raucher, achten Sie bitte darauf, dass nie alleine geraucht wird. Die Feuergefahr durch Vergessen der Zigarette ist hier zu hoch. Natürlich dürfen sich auch keine Streichhölzer oder Feuerzeuge in Reichweite des Kranken befinden.

Wichtig ist eine fixe Regulation für die Wassertemperatur, die auf maximal 45 Grad Celsius eingestellt werden sollte, um Verbrühungen zu verhindern.

Offen zugängliche Medikamente, Chemikalien, Wasch- und Putzmittel sind eine oft tödliche Gefahrenquelle, da Alzheimerpatienten diese Flüssigkeiten mit Getränken verwechseln könnten. Ausnahmslose Verwahrung an unzugänglichen Orten sollte strikt eingehalten werden.

Fenster und Türen müssen gegen leichtes Öffnen abgesichert werden. Montieren Sie Fensterschlösser und fixieren Sie die Fenster so, dass sie nur gekippt werden können.

Geben Sie dem Kranken keine Möglichkeit an Wohnungsschlüssel zu gelangen. Er könnte das Haus verlassen und die Unfallgefahr auf offener Straße ist dementsprechend hoch. Die zu betreuende Person könnte sich auch in der Wohnung einsperren und die Türe später nicht mehr öffnen.

Oft unterschätzt wird auch das Liegenlassen der Autoschlüssel. Bitte bedenken Sie, welcher Gefahr Sie den Patienten aussetzen, wenn er die Möglichkeit hat, die Wohnung zu verlassen und ein Fahrzeug zu benutzen.

Da bei Alzheimerpatienten die Bewegungs- und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt ist, sollten Sie eine Sicherung am Bett des Patienten befestigen, die ein Herausfallen während des Schlafes verhindert.

Messer, Scheren, Bügeleisen und Werkzeuge sind unbedingt so zu verwahren, dass der Kranke keine Möglichkeit hat diese zu benutzen und sich damit zu verletzen.

Bei Ventilatoren sollten die Rotorblätter aus Plastik und die Schutzvorrichtung engmaschig sein, damit sich der Patient nicht verletzen kann.

Der Gefahr, die von offenen Steckdosen ausgeht, kann mit Steckdosensicherungen einfach entgegen gewirkt werden.

Die 15 Gefahrenquellen im Überblick:

  • Falsche Verwendung von Gas- und Elektroherden
  • Rutschgefahr auf Treppen und Fußböden
  • Stoßgefahr an Möbelstücken
  • Rutschgefahr im Bad
  • Sturzgefahr durch lose Kabel
  • Feuergefahr durch brennende Zigaretten
  • Verbrühungsgefahr am Wasserhahn
  • Falsche Anwendung von Medikamenten, Chemikalien, Wasch- und Putzmittel
  • Fensterstürze aus leicht zugänglichen Fenstern
  • Unfallgefahr beim unbeaufsichtigten Verlassen des Hauses
  • Benutzung einen KFZ
  • Herausfallen aus dem Bett
  • Verletzungsgefahr durch scharfe Werkzeuge
  • Verletzungsgefahr an Ventilatoren
  • Hohe Unfallgefahr an Steckdosen

Autor:
Dieter Martin – Martin Elektrotechnik GmbH
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