Die 15 beliebtesten Ausbildungsberufe
Jährlich starten über 500.000 Schüler ihre Ausbildung in einem deutschen Ausbildungsbetrieb. Damit ist die duale Ausbildung bei Jugendlichen die beliebteste Ausbildungsform, nur 1/3 aller Schulabgänger entscheiden sich nach ihrem Abschluss für eine akademische Ausbildung. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual: Über 350 Berufe stehen den Berufsanfängern zur Auswahl. Umso mehr verwundert es, dass sich jeder zweite Jugendliche für eine von 25 Ausbildungen entscheidet. Unter den 15 beliebtesten Ausbildungen finden sich Klassiker wie der KFZ Mechatroniker, der Kaufmann im Einzelhandel oder auch der Frisör und der Bürokaufmann.
Die Liste der 15 beliebtesten Ausbildungsberufe
- Kraftfahrzeugmechatroniker
- Kaufmann im Einzelhandel
- Bürokaufmann
- Industriemechaniker
- Industriekaufmann
- Koch
- Kaufmann für Bürokommunikation
- Bankkaufmann
- Kaufmann im Groß- und Außenhandel
- Hotelfachmann
- Mechatroniker
- Medizinischer Fachangestellter
- Elektroniker – Energie- und Gebäudetechnik
- Elektroniker – Betriebstechnik
- Verwaltungsfachangestellter
Gründe für suboptimale Berufswahl
Dass sich Jugendliche überwiegend für so populäre Berufe entscheiden hat mehrere Gründe.
- Schüler sind mit der Berufswahl schlicht überfordert. Sie verlassen sich auf Ratschläge von Freunden und den Eltern und diese haben selten einen Überblick über alle zur Verfügung stehenden Berufe.
- Desweiteren fehlt es bei weniger beliebten Berufen an Referenzen und Identifikationsmöglichkeiten. „Was der Bauer nicht kennt, das isst er auch nicht.“ weiss schon ein alte Volksweisheit zu berichten. So entscheiden sich Jugendliche lieber für einen Beruf von dem Sie schon einmal gehört haben oder jemanden kennen der diese Ausbildung bereits ausübt.
- Keine qualifizierte Berufsberatung: Trotz großer Anstregnungen erfahren Schüler keine qualifizierte Berufsberatung. Es gibt keine Instanz oder Instituation, die dafür verantwortlich ist, dass Schüler eine Beratung erfahren, die ihren Stärken und Schwächen gerecht wird.
Was kann man dagegen tun?
Der sich verstärkende „War for talents“ setzt Ausbildungsbetriebe zunehmend unter Druck Schüler auch bereits in ihrer Berufsorientierung zu erreichen und an sich zu binden. Denn wer sich informiert ist interessiert und so laufen Ausbildungsbetriebe nicht Gefahr Bewerber vor sich sitzen zu haben, die eigentlich keine Motivation für den gewählen Ausbildungsplatz mitbringen, sondern sich nur auf die Empfehlung ihrer Patentante beworben haben.
Bisher werben Ausbildungsbetriebe überwiegend in Print-Publikationen und auf Bewerbermessen. Im Internet findet kein Dialog mit Schülern statt. Die Mediennutzung der Schüler stellen Unternehmen jedoch vor die Herausforderung, ihr Ausbildungsmarketing auch online umzusetzen, um auffindbar und „ansprechbar“ zu sein. Der Dialog mit Schülern über das Primärmedium der Zielgruppe ist für Ausbildungsbetriebe wichtig, um Schüler frühzeitig zu erreichen und im „War for talents“ zu bestehen.
Setzen Betriebe ihr Schülermarketing auch im Primärmedium der Zielgruppe um, haben sie gute Chancen durch interaktive und qualifizierte Informationen und Berichte aus ihrem Unternehmen, motivierte Berufseinsteiger zu gewinnen. Dabei sollten Betriebe unbedingt ihre Azubis mit einbeziehen, denn Azubis verstehen die Zielgruppe besser und können mit Erlebnisberichten und Hilfestellungen einem Schüler einen authentischen Einblick in Ausbildung und Unternehmen geben.
Autor:
Andreas Diehl
azubister GmbH – Amsterdamer Str. 192 – 50735 Köln
team@azubister.com
www.azubister.net
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